Nachhaltigkeitskonzept Energieautonom und CO2-neutral

Das Behrens-Ufer setzt Maßstäbe, auch in Puncto Umwelt- und Klimafreundlichkeit. Neben der weitestgehenden Verwendung von Holz anstelle Betons im Neubau ermöglicht dies ein innovatives quartiersweit integriertes Standortenergiekonzept.

Installation von Niederspannungsnetzen für alle Haussysteme

  • ermöglicht Bereitstellung von Strom durch lokale Photovoltaikelemente
  • einfache stationäre Zwischenspeicherung bzw. Pufferung in Batterien ohne weitere Aufbereitung bzw. Umwandlung möglich
  • keine nennenswerten Effizienzverluste, da keine Umwandlung (Transformatoren etc.) notwendig
  • Niederspannung ohne weitere Aufbereitung verwendbar für alle Leuchtmittel (LED)

Transparente Photovoltaikelemente in Fassaden und Fenstern

  • Integration vollständig lichtdurchlässiger Photovoltaikelemente auf Fassadenelementen sowie möglichst in den Fenstern
  • keine Solarpaneele auf Dächern notwendig, dadurch Flächengewinn für die gewollte intensive Begrünung der Dächer

Lichtwellenleiter aus Glasfaser für Tageslicht in Innenräumen

  • stromlose Beleuchtung von Tiefgaragen, Kellern und Dunkelzonen wie Fluren und Treppenhäusern etc.
  • Bündelung des Sonnenlichts mittels eines Prismas im Gebäudeaußenbereich und Einspeisung in die Glasfaserlichtwellenleiter
  • bei Dämmerung bzw. in den Nachtstunden kann durch eine entsprechende LED am Prisma Kunstlicht in den LWL eingeleitet werden

Hydro-elektrische Stromerzeugung

  • Wasserturbinen zur Energiegewinnung aus der Strömung der Spree

Eigenständige Lüftungstechnik in jeder Mieteinheit:

dezentrale Lüftungseinheiten als Unterstützung zur natürlichen Fensterlüftung

  • reduzieren Stromverbrauch
  • vermeiden Technikaufbauten auf den Flachdächern, was bei zentralen Systemen notwendig wäre
    sorgen im Zusammenspiel mit den Lehmdecken für ein gesundes und natürliches Raumklima

Dezentrale Energieversorgung über BHKW

  • jedem Gebäudekomplex werden ein oder mehrere Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Anschluss an das Erdgasnetz zugeordnet
  • Kopplung an Recyclingkreislauf des Geländes
  • Redundanzsystem zur Sicherstellung des Energiebedarfs

Verwertung von anfallendem Altpapier auf dem Gelände

  • Nutzung der BHKW zur CO2-neutralen thermischen Verwertung
  • Papier wird datenschutzkonform gesammelt und geschreddert, mit Grauwasser aus dem Regenwasserkreislauf eingeweicht und zu Pellets gepresst
  • Trocknung der Pellets unter Verwendung der Abwärme des Aufbereitungsvorgangs
  • CO²-neutrale Verbrennung der Pellets in den BHKW
  • Einspeisung überschüssiger Energie in das regionale Energieversorgungsnetz

Intensive Begrünung von Dächern und Außenanlagen

  • Schaffung begehbarer Grünanlagen mit höchstem Erholungswert auf sämtlichen Neubaudächern
  • bei der intensiven Dachbegrünung können neben Sträuchern, Hecken, Stauden, kleinen Bäumen und Rasen auch Sitzplätze, Wasserspiele, Wege und Spielbereiche
  • eingeplant werden
  • Anpflanzung von kronenbildenden Bäumen sowie Sträuchern zur effektiven Beschattung der Außenanlagen und Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch ein milderes Quartiersklima

Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in allen Tiefgaragen- und Außenparkbereichen

Neubauten aus Holz

  • Errichtung von Neubauten überwiegend in Holz- bzw. Holzhybridbauweise
  • Durch Reduktion von Beton bei der Errichtung von Gebäuden wird der CO²-Ausstoß wesentlich verringert. 30 % des weltweiten CO²-Ausstoßes entfällt auf die Bauindustrie. Hauptverursacher ist dabei die Herstellung von Zement.

Verbau von Lehmdecken als klimaaktives Bauelement

  • Heizen der Räume im Winter ohne zusätzliche Heizkörper möglich
  • Klimatisierung der Gebäude im Sommer nicht mehr notwendig
  • Luftfeuchtigkeit in Innenräumen wird aufgrund der wasserabsorbierenden Eigenschaften des Lehms konstant auf 50% gehalten

Funktionsweise:

  • in die Lehmelemente (Decken) werden wasserführende Leitungen eingelegt
  • in den Wintermonaten genügt eine Vorlauftemperatur von 34°C für eine konstante Raumtemperatur von 22°C
  • in den Sommermonaten gewährleistet eine Vorlauftemperatur von 16°C eine konstante Raumtemperatur von 20°C

Nutzung der Spree zum Abtransport von Abfällen

  • Nutzung der Spree als Verkehrsweg zum Abtransport der übrigen auf dem Gelände anfallenden Abfälle
  • anknüpfen an die althergebrachte Idee des Spreeufers als Industrielage (Gütertransport) und Reduktion des entsorgenden Straßenverkehrs

Nutzung von Erdwärme für Heizung und Klimatisierung

  • Regulierung der Vorlauftemperatur über Wärmetauschanlagen, um die mit Lehmdecken ausgestatteten Gebäude im Winter zu heizen (Vorlauf 34°C) bzw. im Sommer zu klimatisieren (Vorlauf 16°C)

Integriertes Wassermanagement auf dem gesamten Gelände

  • das gesamte auf dem Gelände anfallende Regenwasser soll unterirdisch zwischengespeichert und genutzt werden zur
  • Bewässerung der Grünanlagen
  • Grauwasserversorgung
  • als Energiespeicher: Das Wasserreservoir ist als Wärme- bzw. Kälteenergiespeicher an den Wärmetauscher (Erdwärme) gekoppelt

Installation von Leitungswasserfiltern zur Erhöhung der Trinkwasserqualität und Reduktion des Lieferbedarfs

  • Aktivkohlefilter in Leitungswasserkreisläufen aller Gebäude zur Herstellung höchster Verzehrgüte
  • Mieter erhalten bestes Trinkwasser direkt aus der Leitung
  • Lieferverkehr für Getränkebedarf der Büroeinheiten wird reduziert

Mittels Wasserkraft, Erdwärme und Sonnenenergie sowie thermischen Altpapierrecyclings, verbunden mit einer intelligenten Bauweise, wird das Behrens-Ufer mehr grüne Energie produzieren, als der gesamte Standort benötigt. Die Installation von Niederspannungsnetzen im gesamten Areal ermöglicht nicht nur die direkte Verwendung von PV-Strom ohne Umwandlung, sondern sorgt insgesamt für reduzierten Strombedarf. Vor Ort umgewandelte überschüssige Energie kann wiederum in Form von Wärme oder Kälte in unterirdischen Regenwassertanks gespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist werden bzw. steht für Kfz-Ladestationen in den Tiefgaragen und Außenparkbereichen zur Verfügung. Der sich einstellende Kreislaufeffekt aus Vor-Ort-Erzeugung, Einsparung, Speicherung und Verwertung ermöglicht geringe Betriebskosten und sorgt für eine positive Umweltbilanz.